LO TYPO3  + Die Programmiererin

Ein etwas anderer Lebenslauf

Ich gehöre bereits zu der Generation, die mit dem Computer aufgewachsen ist. Ich war etwa 8 Jahre alt, da kam der erste Computer, ein kleiner Mac SE, in unser Haus – es war Liebe auf den ersten Blick! Ich war von diesem wunderbaren Apparat nur noch durch Verbote abzuhalten. Der Deal mit meinen Eltern lautete: wahlweise eine halbe Stunde Fernsehen oder ebenso lange Zeit mit dem Computer verbringen. Ich habe in meiner Kindheit nicht viel ferngesehen… Nur die Pferde, damals noch Ponys konnten mich vom Computer abhalten. Als 10-jährige wollte ich dann den Computer nicht nur benutzen sondern auch programmieren. Heute bin ich 27, habe schon lange einen eigenen Computer und ein eigenes Pferd. Eigentlich sogar zwei Computer, doch mein Server „Lovelace“, benannt nach der ersten Programmiererin Ada Lovelace, steht leider im Rechenzentrum. Zwar schreibt mir niemand etwas vor, aber zum Fernsehen komme ich immer noch nicht.

Die Lebendigkeit von (Programmier- ) Sprachen

TYPO3 Programmierung Berlin
Foto: Simbär, aboutpixe.de

Denn mehr als dieser doch eher passive Konsum fasziniert mich die Lebendigkeit von Sprachen. Neue Sprachen eröffnen dem Menschen neue Welten. Sprachen überwinden Barrieren. Auch für einen Computer benötigt man Sprachen. So spreche ich neben fließend Deutsch, Englisch und Französisch auch PHP, Java, TypoScript und HTML (auch mit dem Dialekt CSS). Außerdem lerne ich Chinesisch und Ruby (eine relativ junge Programmiersprache aus Japan).

Sie meinen, einige davon wären gar keine richtigen Sprachen? In meiner Schule haben sich einmal zwei Jungen auf Pascal (Programmiersprache) darüber unterhalten, das Mädchen neben ihnen auf den Kopf zu drehen und auszuschütteln. Beide sprachen Pascal. Sie sprach kein Pascal. Und ehe sie sich versah, hing sie in der Luft.

Ich verstand die Jungs, weil ich zu diesem Zeitpunkt eine exzessive Testphase des Internets hinter mir hatte (die ganze Nacht chatten, schon morgens vor dem Frühstück ins Forum müssen) und auf meine ersten selbst entwickelten einfachen Internetseiten verweisen konnte (das Mädchen warnen konnte ich leider trotzdem nicht, die Jungs waren einfach zu schnell!). Bei den eigenen Programmierarbeiten war mir von Anfang an daran gelegen, auf technische Spielereien zu verzichten. Also lehrte ich mich selbst anhand von Tutorials im Internet die Programmier-Sprachen, mit denen ich meine Ansprüche umsetzen konnte.

Der Suchmaschinenoptimierer in der Bar

Suchmaschinenoptimierung Berlin
Suchmaschinenoptimierer Riebold

Der nächste bedeutende Schritt zur Selbstständigkeit war, ganz unverhofft, der über die Schwelle einer Bar: Dort lernte ich zum ersten Mal einen Suchmaschinenoptimierer (SEO) kennen. Er berichtete mir von den vielfältigen Möglichkeiten, die sich auftun, sobald jemand den Bedarf einer Internetseite analysiert und ganz gezielte Schritte unternimmt, diese Seite entsprechend zu überarbeiten. Ich lernte, dass Menschen nicht auf Webseiten kommen, weil man Ihnen eine Mail schickt („Josephine, guck mal auf meine neue Webseite!“) oder weil man ihnen eine Visitenkarte mit Internetadresse in die Hand drückt (www.anton-kuerzt-haare.de). Vielmehr gelangen Suchende auf eine Website, nachdem sie bei Google eingegeben haben: „Friseur in Potsdam“.

Der Sprung ins Kalte Wasser: freiberuflich als TYPO3 Programmiererin

Freiberufliche TYPO3 Programmiererin Berlin
Schon immer eine Wasserratte

Ich entschied ich mich für den Sprung ins kalte Wasser: „Tschüß Java, tschüß SAP – Google ich komme!“ Seitdem habe ich meine Techniken verfeinert und meinen Kunden neben einer guten Google-Platzierung (wer nicht auf den ersten 10 Plätzen ist, fällt unter ferner liefen) auch ein ansprechendes Design und viel Benutzerfreundlichkeit (wer kommt und gleich wieder geht, bringt Ihnen nichts) bieten. Die Zusammenarbeit mit SEO’s, Grafikdesignern, Fotografen und Werbetextern konnte meine Produkte weiter verbessern.

Bei aller Begeisterung für das Programmieren und der Suche nach der besten Strategie für meine Kunden genieße ich es auch sehr, Zeit mit meinem Pferd zu verbringen.